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28.01.2012

00:57

Temperatur -1,6 °C
Luftfeuchte 97 %
Taupunkt -2,0 °C
Luftdruck 1024,9 hPa
Windrichtung 271 °
W
Windstärke 0,0 km/h
Windböen 0,0 km/h
Wind 10m Ø 0,0 km/h
Windchill -1,6 °C
Regen/Tag 0,1 l/m²

 


Aktuelle Wetterdaten

Wetterstation Aalbäumle 707 m über Normalnull
Samstag, 28. Januar 2012 00:57
Temperatur
-1,6 °C
Luftdruck
1024,9 hPa
Wind
271 °
Luftfeuchtigkeit
97 %
Tendenz
+0,6 hPa/6hup down
Windstärke
0,0 km/h
Taupunkt
-2,0 °C
Regen / 1/h
0,0 l/m²
Windböe
0,0 km/h
Windchill
-1,6 °C
Regen / Tag
0,1 l/m²
Wind 10 Min Ø
0,0 km/h
Vorhersage - veränderlich -

Abruf der Wetterdaten per Telefon
0160-3282349
Wap-Handyabruf der akt. Wetterdaten http://www.wetter-aalen.de/seiten/linksunten.php

Aktuelle Wettervorhersage

Wind u. Thermikprognose:27.01.12
Thermik: entfällt

Bodenwind:um Südwest mit 3 Knoten Böen: nicht signifikant

Höhenwinde:
500 Fuß 190 Grad mit 5 Knoten
1000 Fuß 190 Grad mit 5 Knoten
1500 Fuß 230 Grad mit 5 Knoten
2000 Fuß 260 Grad mit 5 Knoten
3000 Fuß 280 Grad mit 10 Knoten
5000 Fuß 300 Grad mit 10 Knoten
10000 Fuß 260 Grad mit 15 Knoten

Wettervorhersage Aalen 27.01.12

Wettervorhersage für heute;
Am Freitag gibt es in Aalen verbreitet dichte Wolken, die zeitweise Schneefälle bringen. Die Tiefstwerte liegen bei -3 Grad, die Höchsttemperaturen bei 2 Grad, und der Wind weht überwiegend leicht aus Süd bis Südwest.

Wetterbericht der nächsten Tage
Am Samstag lassen dichte Wolken die Sonne in Aalen nicht zum Vorschein kommen. Die Luft kühlt sich in der Früh auf -1 Grad ab und erwärmt sich während des Tages bis auf 1 Grad. Der Wind weht leicht bis schwach aus nordöstlicher Richtung.

Am Sonntag ist der Himmel in Aalen meist grau. Die Sonne kommt nur gelegentlich zum Vorschein, und die Temperaturen gehen am Morgen auf -7 Grad zurück. Am Tage steigen die Werte dann auf -3 Grad. Der Wind weht leicht bis schwach aus östlichen Richtungen


Aktuelle Wetter- und Warnlage
Baden-Württemberg

Ein schwach ausgeprägter Tiefausläufer beeinflusst heute noch vor allem den Osten und Süden Baden-Württembergs. Dabei strömt von Westen her etwas mildere Luft ein. Heute muss anfangs in den östlichen Landesteilen noch örtlich mit gefrierendem Regen und Glatteis gerechnet werden, sonst fällt oberhalb von 600 bis 900 m etwas Schnee. Die Neuschneezuwächse dürften auch im Hochschwarzwald nur wenige Zentimeter betragen. Der Niederschlag zieht sich im Tagesverlauf in die Südosthälfte zurück.In der Nacht zum Samstag fällt im Südschwarzwald, auf der Alb und südlich davon mitunter noch etwas Schnee mit nur unbedeutenden Mengen, dem Allgäu zu können gebietsweise um 5 cm zusammenkommen. In tiefen Lagen fällt teils auch Regen. Allgemein muss mit Glätte durch überfrierende Nässe, im Süden auch mit etwas Schneematsch gerechnet werden.

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Alpenwetter
Lawinenwarndienst
Wetterseite des Deutschen Alpenvereins

Wird es noch einmal richtig kalt? 27.1.12

Auf diese Frage gibt es wieder mal eine typische meteorologische
Antwort. Es kommt darauf an. Wenn sich "Cooper", das Hochdruckgebiet
über Russland, weiter entwickelt und zunehmend trockene und kalte
Festlandsluft zu uns transportiert, wird es bei uns in jedem Fall
kalt.
Sollte Cooper sich aber zu einem "Minicooper" entwickeln, dann würde
die westliche Wetterlage für Deutschland erhalten bleiben und Tief
"Helga" die Oberhand behalten. Vieles spricht aber eher dafür, dass
sich das russische Hochdruckgebiet noch deutlich verstärken wird. Das
wäre übrigens nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit.

Dabei schleicht sich die Kaltluft in den nächsten Tagen mehr und mehr
von Osten heran. In der Nacht zum Samstag liegen die
Tiefsttemperaturen in Ostdeutschland schon zwischen -5 und -8 Grad C.
Ein Blick auf unseren polnischen Nachbarn zeigt aber, was uns noch
bevorsteht. Dort werden nämlich schon Tiefstwerte zwischen -9 und -14
Grad C prognostiziert.
Schneefälle gibt es tagsüber vor allem noch in Süddeutschland.

In der Nacht zum Sonntag kommt es auch im Westen schon überall zu
Frost, zwar leichtem, aber Frost ist Frost. Im Osten wird hier und da
schon einmal die -10 Grad C möglich sein.
Am Sonntag selbst zeigt die Wolkendecke über Deutschland vor allem im
Osten mehr und mehr Lücken und es kommt nur noch vereinzelt zu
Schneeschauern.

In der Nacht zum Montag sacken die Temperaturen im Westen schon
verbreitet auf Werte unter -5 Grad C. Auch tagsüber gibt es nur noch
vereinzelt Schneeschauer, nach Osten hin scheint vielfach schon die
Sonne. Aber auch am Tage werden hier die Temperaturen kaum über den
Gefrierpunkt steigen.

Ab Dienstag stellt sich dann in ganz Deutschland ruhiges Winterwetter
ein.
Tagsüber scheint vielfach die Sonne, aber nur im Westen können
Höchsttemperaturen bis nahe dem Gefrierpunkt erreicht werden. Im
Osten herrscht Dauerfrost.
In den meist klaren Nächten wird es richtig kalt. Im Westen liegen
die Tiefstwerte bei -7 Grad C, im Osten vielfach unter -10 Grad C. In
Tallagen, vor allem an den Alpen, sind auch verbreitet Werte unter
-15 Grad C zu erwarten.

Diese Entwicklung zeigt, dass der Winter noch lange nicht vorbei ist.

Der Frostwinter schleicht sich heran 26.01.02

Im Nordosten Deutschlands merkt man es schon seit Dienstag, Gevatter
Frost zeigt mal wieder dass es ihn noch gibt. In der Nacht zum
Dienstag gab es in Vorpommern bereits Tiefsttemperaturen bis -7 Grad.
Verbreitet Nachtfrost trat in der Nacht zum Mittwoch auf. Nur in
einigen Regionen im Norden und im Westen, wo der Himmel nachts
bedeckt blieb, stagnierte das Thermometer noch etwas über dem
Gefrierpunkt. In Menz, im Norden Brandenburgs gelegen, wurden -8 Grad
erreicht. Auf der Schwäbischen Alb und in Südbayern gab es örtlich
auch strengen Nachtfrost bis -13 Grad, direkt am Erdboden sogar bis
-17 Grad in Merklingen und in Holzkirchen. Noch etwas kälter wurde es
in Garmisch-Partenkirchen. Über der 49 cm dicken Schneedecke wurden
-19 Grad gemessen. Die benachbarte Wetterstation auf dem höchsten
Berg Deutschlands, der Zugspitze, erreichte am Morgen erstmals in
diesem Winter eine Schneehöhe von 5 Meter.

Verantwortlich für die bereits frostigen Temperaturen im Nordosten
Deutschlands ist das kräftige Hochdruckgebiet COOPER. Es liegt
aktuell mit einem Luftdruck von über 1050 Hektopascal über dem Norden
Russlands. COOPER und Gevatter Frost sind dicke Freunde. Hoch COOPER
sorgt über den weiten Schneeflächen im Norden Russlands für teilweise
klaren Himmel und windstille Verhältnisse. Das sind ideale
Voraussetzungen, dass sich in der dortigen Polarnacht die Luftmassen
kräftig auskühlen können. Die Tiefsttemperaturen lagen dort in der
letzten Nacht meist zwischen -20 und -34 Grad. Aktuell hat COOPER
noch eine kampfeslustige Gegenspielerin mit dem Namen HELGA. Die Dame
ist in der Realität der Wetterküche ein kräftiges Tiefdruckgebiet mit
Zentrum über Island. Ihre Tiefausläufer versuchen mit milder und
feuchter Meeresluft von Westen her gegen das mächtige Hoch über
Nordrussland voran zu kommen. Wir liegen bis zum Wochenende genau im
Kampfgebiet zwischen HELGA und COOPER. Über Deutschland kommt es
dabei zu einem sog. Frontenfriedhof. Das heißt, hier kommen die von
Westen anrückenden Frontensysteme zum Stillstand und lösen sich dann
an Ort und Stelle langsam auf. Dabei kommt es zeitweise zu meist
leichten Niederschlägen, die in der Westhälfte in den Niederungen
meist noch als Regen fallen. Je nach Tages- und Nachtzeit besteht
dabei die Gefahr von gefrierendem Regen. Je weiter man nach Osten
kommt und je mehr wir auf das Wochenende zugehen, umso mehr dominiert
die Schneephase. Nach derzeitiger Prognoselage wird es wohl bis
Sonntag im Flachland aber nicht flächendeckend für eine Schneedecke
reichen.

Ab Sonntag und vor allem in der kommenden Woche heißt der Sieger im
Wetterwettkampf dann eindeutig COOPER. Er verlagert seinen
Schwerpunkt zunehmend Richtung Skandinavien und auf seiner Südseite
schleicht sich die Frostluft aus Ost- und Nordeuropa langsam nach
Deutschland vor. Dabei müssen wir uns dann auf einen meist trockenen
und frostigen Witterungsabschnitt einstellen. Spätestens ab Mitte der
kommenden Woche wird es in großen Teilen Deutschlands Dauerfrost
geben. Nachts sind dann auch strenge Fröste möglich. Dort wo Schnee
liegt und keine schützende Wolkendecke vorhanden ist, sind auch
Tiefstwerte von unter -20 Grad zu erwarten. Höchste Zeit also für
alle Autofahrer, sich um ausreichenden Frostschutz für das Gefährt zu
kümmern. Auch so manche altersschwache Batterie wird dann ihren Geist
aufgeben und für Frust zum Frost am Morgen sorgen.

Kalt geht anders! 25.01.12

Nachdem im Thema des Tages vom gestrigen Montag von sommerlichen
Temperaturen die Rede war, sollen heute einmal die Tiefsttemperaturen
näher betrachtet werden.

Bedenkt man, dass derzeit Hochwinter in Deutschland ist, dann
spiegelt sich dies nur wenig in den Temperaturminima. Diese lagen in
der Frühe meist bei Werten um den Gefrierpunkt oder auch knapp
darüber. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern war der Himmel zeitweise
klar und die trockene Kaltluft aus dem Nordosten brachte Temperaturen
von zum Teil unter -5 Grad C, in Trollenhagen sogar -7 Grad C.

Echte Kältefreaks werden über solche Werte gerade einmal sanft
lächeln. Kalt geht anders. Schaut man nach Südskandinavien, so lagen
dort in der Frühe die Werte immerhin schon zwischen -10 und -15 Grad
C.
Noch kälter war es in Lappland. Dort traten verbreitet Werte von -20
bis -25 Grad C auf. -35 Grad C in Nikkaluokta, ganz im Norden
Schwedens, war die tiefste Temperatur, die in der Nacht zum Dienstag
in Europa vorzufinden war.

Für Menschen, die in Sibirien leben, sind dies aber fast schon milde
Temperaturen. Dort wurden verbreitet Tiefsttemperaturen unter -40
Grad C verzeichnet. Spitzenreiter bildeten Tosontsengel und
Priargunsk mit -46,5 Grad C. Auch am Kältepol bei dem bekannten
Ojmjakon wurden-45,9 Grad C gemessen. Auch ein Blick auf die
Höchsttemperaturen in diesen Regionen lässt einen frösteln.
Stellenweise lagen diese auch nur bei -41 Grad C.

Solche Temperaturen in Mitteleuropa hätten sicherlich den
Zusammenbruch unseres gesamten Verkehrs- und Wirtschaftssystems zur
Folge.

Aber keine Angst. In unseren Regionen sind auch in den nächsten Tagen
keine markanten Frosteinbrüche zu erwarten. Im Osten Deutschlands
liegen die Tiefstwerte meist zwischen -3 und -8 Grad C (je nach
Bewölkung), nach Westen hin bleibt es vielfach sogar frostfrei. Viel
zu mild für echte Kältefanatiker.

Am anderen Ende der Welt 24.01.12

Bei uns ist das jahreszeittypische Wetter im diesjährigen Winter noch
Mangelware. In den Wetterberichten traten bisher Begriffe wie
Dauerfrost oder strenger Frost nur sehr selten auf. Auch wenn Anfang
Januar in den Alpen teils enorme Schneemengen gefallen sind und
Skiurlauber teils um ihre Rückreise in die Heimat bangen mussten, hat
man in weiten Teilen Deutschlands bisher eher wenig von der
Anwesenheit des Winters 2011/2012 bemerkt.

Am anderen Ende der Welt, in Südostasien und Australien dagegen, ist
der Sommer in voller Fahrt. Von Thailand bis Australien herrschen
derzeit Höchsttemperaturen meist zwischen 27 und 35 Grad Celsius,
wobei es in Südostasien dazu noch sehr schwül ist. Im australischen
Outback wurden in den letzten Tagen auch bis zu 40 Grad Celsius
gemessen. An der Ostküste Australiens herrschen aufgrund von
östlichen Winden, die etwas kühlere und feuchtere Luft vom Meer
heranführen, nicht ganz so heiße Temperaturen, dort treten zudem
teils kräftige Schauer und Gewitter auf.

Im Folgenden sind ein paar aktuelle Temperaturen von heute Morgen um
6 UTC (UTC...Universal Time Coordinated/Weltzeit) aufgelistet:

Bangkok (Thailand) 33 Grad
Phnom-Penh (Kambodscha) 35 Grad
Ho Chi Minh (Vietnam) 32 Grad
Kuala Lumpur (Malaysia) 33 Grad
Jakarta (Indonesien) 31 Grad
Manila (Philippinen) 31 Grad
Perth (Australien) 34 Grad
Melbourne (Australien) 32 Grad
Canberra (Australien) 20 Grad
Sydney (Australien) 23 Grad

In der Meteorologie werden alle Meldungen mit Hilfe der Weltzeit
(UTC), der Zeit entlang des nullten Längengrades bei Greenwich nahe
London gemeldet und vergleichbar gemacht. Wir in Mitteleuropa leben
nach der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), die London eine Stunde voraus
ist (UTC+1h). Während der Sommerzeit (MESZ...Mitteleuropäische
Sommerzeit) kommt eine weitere Stunde hinzu (UTC+2 h). Südostasien
und Australien liegen noch weiter im Osten und in Zeitzonen, die der
Weltzeit um 7 bis 10 Stunden voraus sind. Heute Morgen um 6 UTC, also
7 Uhr MEZ, ist es dort bereits Nachmittag um 13 Uhr Ortszeit in
Thailand, um 14 Uhr an der Westküste Australiens und um 16 Uhr
Ortszeit an der Ostküste Australiens.

So, nun genug von den Sommertemperaturen am anderen Ende der Welt.
Der Sommer hierzulande ist ja noch ein gutes Stück entfernt und
vielleicht kommt ja der Winter doch noch so richtig in Fahrt.

Winter auf dem Vormarsch 22.01.12

Betrachtet man die Wetterentwicklung der vergangenen und kommenden
Tage in Europa, so fällt der starke Gegensatz zwischen dem sehr
milden Südwesten (Spanien und Portugal) und dem winterlich kalten
Nordosten (Finnland und Russland) auf. Werden in Spanien und
Portugal bei einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix Höchsttemperaturen
zwischen 15 und 19 Grad erreicht, so scheint im Nordosten Europas
zwar auch oftmals die Sonne aber in der sibirischen Frostluft muss
man bei Höchstwerten um -12 Grad gehörig bibbern.

Grund für diesen aktuellen und auch noch anhaltenden
Temperaturgegensatz ist die Änderung der Großwetterlage in Europa.
Zogen bis dato die Tiefdrucksysteme in einer eher west- östlichen
Richtung von Island über die Britischen Inseln nach Skandinavien und
Russland, so haben wir es zurzeit mit einer nordwest- südöstlichen
Verlagerung zu tun, bei der die Tiefs über Mitteleuropa ins östliche
Mittelmeer wandern. Dadurch konnte sich über Russland ein Kältehoch
etablieren und bedingt durch die geringe Sonneneinstrahlung im
Winterhalbjahr, kühlte sich die Luft dort mehr und mehr ab. Bei einer
klassischen westlichen Strömung hingegen, sorgen die Tiefs immer
wieder dafür, dass die milde Atlantikluft selbst bis nach Russland
transportiert wird.

Im Verlauf der kommenden Woche dreht die Strömung teilweise sogar auf
eine nordöstlich - südwestliche Richtung, so dass die kalte russische
Frostluft sich Richtung Westeuropa in Bewegung setzt. So sinken die
Temperaturen in Polen, Weißrussland und der Ukraine von Werten, die
bisher um +5 Grad liegen, bis Mittwoch auf Höchstwerte um -5 Grad
ab. Sogar im Osten Deutschlands macht sich die kalte Luft aus
Osteuropa am Mittwoch noch bemerkbar, aber mit künftigen
Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt ist dort die Abkühlung noch
vergleichsweise moderat. Im Westen Deutschlands hält noch
verhältnismäßig milde Meeresluft dagegen, dort gehen die Werte von
heute 5 bis 9 Grad auf lediglich 2 bis 5 Grad zurück.

Insgesamt ist der Winter in Europa diese Woche etwas auf dem
Vormarsch und könnte in dieser Saison noch für die eine oder andere
Überraschung sorgen.

Die Mittelfristvorhersage 21.01.12

In der Meteorologie unterteilt man die Länge der Prognose in vier
Teilbereiche: Kürzestfrist, Kurzfrist, Mittelfrist und Langfrist. In
der Kürzestfrist (auch Nowcasting genannt) beschäftigt man sich mit
der Wetterentwicklung für die nächsten Stunden. Das Warnmanagement
bewegt sich häufig auf dieser zeitlichen Skala. Das gilt besonders
wenn es sich um so kurzlebige Erscheinungen wie Gewitter handelt. Die
Kurzfrist umfasst die kommenden 72 h (also 3 Tage). Dieser Zeitraum
wird sehr häufig für die tägliche Wettervorhersage in Funk und
Fernsehen verwendet. Prognosen in der Kurzfrist sind in der Regel
recht zuverlässig. Mittelfristige Vorhersagen beschäftigen sich mit
den nächsten 4 bis 10 Tagen und die Langfristprognosen gehen noch
darüber hinaus. Alle Vorhersagen über 10 Tagen sind sehr unsicher. Es
lassen sich keine Aussagen mehr über den detaillierten Wetterablauf
machen. Stattdessen spricht man dann davon, dass der nächste Monat
oder die nächste Jahreszeit mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
warm/kalt und feucht/trocken ausfällt.

Mit der Mittelfrist beschäftigen wir uns nun etwas näher. Häufig geht
dieser Bereich der Wettervorhersage etwas unter. Kürzestfrist und
Kurzfrist sind unmittelbar interessant für die Bevölkerung. Die
Langfrist ist häufig in den Boulevardmedien ein Thema. Dort ist dann
häufig vom "Eiswinter" oder "Hitzesommer" die Rede. Die
Mittelfristvorhersage ist aber ein nicht zu vernachlässigender
Bereich. Nicht umsonst gibt es beim Deutschen Wetterdienst ein extra
Schicht, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt.

Mittelfristige Vorhersagen legen die Grundlage für eine rechtzeitige
Vorbereitung auf brisante Wetterlagen. So gibt es beispielsweise die
"Wochenvorhersage Wettergefahren". Darin wird für die kommenden 7
Tage ein Ausblick gegeben, was an warnrelevantem Wetter zu erwarten
ist. Dieses Produkt ist der erste Baustein im dreistufigen
Warnmanagement des Deutschen Wetterdienstes. Es ermöglicht die
rechtzeitige Information und Vorbereitung von nachgeordneten Behörden
und anderen interessierten Nutzern. Zu finden ist die
Wochenvorhersage unter http://www.dwd.de/warnungen (oben auswählen).

Ein weiteres Produkt ist die Hydrologische Übersicht. Diese wird von
den Hochwasserzentralen benötigt um sich auf mögliche Hochwasserlagen
einzustellen. Dort werden Aussagen über zu erwartende Stark- und
Dauerniederschläge gemacht. Im Winter betrachtet man außerdem die
Gefahr von Tauwetter. Dadurch wird den Flüssen zusätzlich Wasser
zugeführt. Niederschlag und getautes Wasser kombiniert werden als
Niederschlagsdargebot bezeichnet.

Ein weiteres wichtiges Element der Mittelfristvorhersage ist die
"Synoptische Übersicht Mittelfrist". Darin wird die Wetterentwicklung
für die kommenden 7 Tage grob zusammengefasst. Die Grundlage dafür
ist ein umfangreiches Studium der verschieden Vorhersagemodelle und
weiterer an dieser Stelle nicht näher erläuterter Produkte (z.B.
Ensembleprodukte). Aus der Zusammenschau ergibt sich schließlich die
beschriebene Wetterentwicklung. Sie stellt somit die mittlere und
wahrscheinlichste Prognose dar. In den folgenden Abschnitten werden
die Unsicherheiten erläutert, die die zuvor gemacht Vorhersage
besitzt. Dort werden unter anderem folgende Fragen geklärt: Wie stark
unterscheiden sich die aktuellen Modellläufe von früheren? Welche
Unterschiede gibt es zwischen den verschieden Wettermodellen? Wie
groß sind die Unterschiede zwischen den Einzellösungen eines Modells?
Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Wettergefahren?
Die "Synoptische Übersicht" wird besonders innerhalb des Deutschen
Wetterdienstes für die Abstimmung mit verschiedenen Abteilungen
benötigt. Zum Beispiel mit der hydrologischen Abteilung. Zu finden
ist das Produkt unter: http://www.dwd.de/hobbymet Spezialberichte
Synoptische Übersichten. Dort kann man dann zwischen der Synoptischen
Übersicht Kurzfrist und Mittelfrist wählen.

Man sieht also, dass auch die mittelfristige Wettervorhersage ein
wichtiges Element im gesamten Vorhersageprozess ist. Und wie sieht es
im Moment mittelfristig aus? Nach einem recht kühlen und nassen
Wochenstart, deutet sich zur Mitte der Woche eine Wetterberuhigung
an. Die Niederschläge nehmen ab. Die Temperatur liegt im Osten und
Süden tagsüber nur wenig über dem Gefrierpunkt, nachts gibt es teils
mäßigen Frost. Weiter nach Westen gibt es mehr Wolken und auch ab
und an etwas Niederschlag. Dadurch bleibt es milder mit frostfreien
Nächten und tagsüber 4 bis 7 Grad. Ob der Winter dann zum kommenden
Wochenende überall einen neuen Anlauf startet ist im Bereich des
Möglichen, aber noch sehr unsicher.

Frontalzone über Deutschland 19.01.12

Gerade im Winterhalbjahr sind Wettererscheinungen in unseren
gemäßigten Breiten oftmals an sog. Fronten gebunden. Als Front
bezeichnet man die Schnittlinie einer Fläche am Boden bzw. auf der
Bodenwetterkarte, welche zwei Luftmassen mit unterschiedlichen
physikalischen Eigenschaften voneinander trennt.

Innerhalb einer Luftmasse sowieso, aber auch beim Übergang von einer
Luftmasse zu einer anderen, erfolgt die horizontale Änderung dieser
Eigenschaften (u. a. Temperatur, Dichte, Feuchtigkeit) streng
genommen kontinuierlich. Meist wird sie jedoch als sprunghaft
empfunden, so dass man zu recht von Grenzflächen zwischen den
Luftmassen spricht.

Im Bereich einer Frontfläche vermischen sich Luftmassen mit
unterschiedlichen Temperaturen und Wasserdampfgehalten. Die
"Mischluft" ist übersättigt und es kommt zur Kondensation des
Wasserdampfes, daher sind Fronten vielfach mit Wolken und
Niederschlagsbildung verbunden. Frontalzonen entstehen immer dann,
wenn durch die großräumige atmosphärische Zirkulation verschiedene
Luftmassen gegeneinander strömen und seitwärts abgelenkt werden.

Derzeit dominiert das kräftige Sturmtief FABIENNE mit Kern über dem
Nordmeer unser Wetter. Sein Frontensystem liegt zonal mäandrierend
über Mitteleuropa und trennt milde feuchte Luft im Süden von kühlerer
und trockenerer Luft im Norden. Dabei regnet es vor allem im Bergland
ergiebig, so dass es dort in Verbindung mit relativ hohen
Temperaturen zu kräftigem Tauwetter kommt. Im weiteren Verlauf dreht
die Strömung auf Nordwest und mit sinkenden Temperaturen stellt sich
wieder eine nasskalte Witterung ein.

Die heutige Bodenwetterkarte des DWD von 00:00 UTC findet man rechts
in der Rubrik "Thema des Tages" unter [mehr].

Die nächtliche Abkühlung 17.01.12 

Heute früh lagen die Temperaturwerte abgesehen vom Norden und
Nordosten vielerorts im negativen Bereich. Südlich der Donau gab es
auch wieder strengen Frost. Am kältesten war es dabei in Reit im
Winkel mit -18.8 °C.

Welche Faktoren beeinflussen das nächtliche Auskühlen? Diese
Fragestellung wird im Folgenden durch die Betrachtung des
Strahlungshaushaltes der Erde näher erläutert.

Beginnen wir mit der Sonne. Ihre auf der Erde einfallende Strahlung
wird als sichtbares Licht vom Menschen wahrgenommen. Man bezeichnet
sie auch als kurzwellige Strahlung. Durch Wassertröpfchen und andere
Hindernisse in der Atmosphäre wird das Licht gestreut oder
reflektiert, also zum Beispiel durch Wolken. Ein Teil davon geht
wieder zurück in die Atmosphäre, ein anderer Teil erreicht aber
schließlich die Erde.

Die an der Erdoberfläche ankommende Strahlung wird zum Teil
reflektiert und zum Teil aufgenommen (absorbiert). Wie viel Strahlung
aufgenommen wird hängt von der Art des Untergrundes ab (Albedo).
Helle Flächen reflektieren mehr als dunkle Flächen und können sich
daher auch tagsüber nicht so schnell erwärmen. Ein Extrembeispiel ist
die frisch gefallene und damit tadellos weiße Schneedecke. Diese
reflektiert fast das gesamte kurzwellige Sonnenlicht.

Die von der Erdoberfläche aufgenommene kurzwellige Strahlung erwärmt
den Boden durch die Umwandlung in langwellige Strahlung. Diese trägt
auch den Namen thermische Strahlung oder Wärmestrahlung.

Der Boden gibt die Wärme nun in Form von langwelliger Strahlung
wieder ab. Ist der Himmel wolkenlos, dann kann die Wärmestrahlung
ungehindert in den Weltraum entweichen. Gibt es hingegen viele
Wolken, dann wirken diese wie ein Blockade und die wärmere Luft
sammelt sich in der unteren Atmosphäre an.

Der Boden gibt die Wärmestrahlung nicht nur tagsüber ab, sondern auch
während der Nacht. Da dann aber keine Sonne scheint, ergibt sich ein
Strahlungsdefizit. Das kann man sich in etwas wie bei einem
Heizkörper vorstellen. Wenn man diesen abstellt, wird er irgendwann
kalt, weil keine Wärme mehr nachgeliefert wird.

Ist der Himmel in der Nacht bedeckt, ist dies kein Problem, denn die
Wolken verhindern wie bereits angesprochen, dass die Wärmestrahlung
entweicht. Ist der Himmel aber klar, dann wird die Wärme abgestrahlt
und die Erdatmosphäre kühlt sich ab. In diesem Fall spricht man im
Fachjargon von einer "Strahlungsnacht".

Neben wenigen Wolken spielen auch noch weitere Faktoren eine wichtig
Rolle: 1. Schnee, 2. trockene Luft, 3. Wind. Punkt 1 ergibt sich
daraus, dass sich ein schneebedeckter Boden tagsüber kaum erwärmen
kann, da das Sonnenlicht zu einem großen Teil reflektiert wird. Der
zweite Punkt ist analog zum Problem "Wolken / keine Wolken". Denn
auch ohne Wolken gibt es Wasserdampfteilchen in der Atmosphäre. Je
trockener es ist, desto weniger Wasserdampfteilchen gibt es und desto
weniger Hindernisse hat die langwellige Wärmestrahlung. Dadurch kann
sie noch besser in das Weltall entweichen. Der Wind in Punkt 3 ist
ebenfalls ein Hindernis. Weht viel davon hat es die Wärmestrahlung
schwer zu entweichen. Außerdem kann warme Luft aus der Umgebung
herangeführt werden. Kurz gesagt: Es findet eine gute Durchmischung
mit der Umgebungsluft statt.

Bei einer idealen Strahlungsnacht strahlt der Boden unentwegt Wärme
ab und wird dadurch kälter und entsprechend auch die Luft darüber. Da
kalte Luft schwerer ist als warme Luft, befindet diese sich immer
ganz unten. Dadurch wird es in Bodennähe kälter als in 2 m Höhe, wo
die Minima ermittelt werden. In Reit im Winkel lag die tiefste 5 cm
Temperatur bei -21.6 °C.

Wie stark ein Boden abkühlt ist sehr stark von der Beschaffenheit
abhängig. Sandböden sind prädestiniert für eine starke Abkühlung,
sodass in diesen Gebieten häufig deutlich niedriger Bodentemperaturen
gemessen werden, als beispielsweise über Waldböden. Der Grund liegt
darin, dass Sandböden die Wärme nicht so gut speichern können. Für
Bauern ist die 5 cm Temperatur ziemlich wichtig, befinden sich
Pflanzen doch direkt in diesem Höhenniveau. So kann es auch
passieren, dass eine Pflanze erfriert, obwohl es in 2 m Höhe keinen
Frost gibt.

Januar bisher viel zu warm 16.01.2012

Fast die Hälfte des Monats ist schon wieder vorbei und die
Temperaturen erinnerten bisher eher an den Herbst oder den Frühling
als an den Winter. Das Temperaturmittel der ersten 14 Tage des
Januars in Deutschland lag meist zwischen 3 und 8 Grad (siehe dazu
die Grafik, zu finden rechts in der Rubrik "Thema des Tages" unter
[mehr]), nur in höheren Lagen oberhalb 400 m war es natürlich kälter.
Damit der Januar am Ende noch normal ausfällt, bedarf es nun einer
deutlich zu kalten Phase bis Ende des Monats. Aber ob die ins Haus
steht, ist fraglich.

Die Mitteltemperatur dieses Januars ist dabei im Vergleich zum
langjährigen Mittel (Zeitraum 1961-1990) meist um 3 bis 7 Grad höher.
Besonders stark fällt die Abweichung mit +6,7 Grad im thüringischen
Mühlhausen-Görmar (etwa 50 km nordwestlich von Erfurt gelegen) aus.
Während das langjährige Mittel dort sonst -1,2 Grad betrug, wurden in
diesem Januar bisher +5,5 Grad gemessen.

Der wärmste Ort war Köln-Stammheim (Nordrhein-Westfalen) mit einer
Mitteltemperatur von satten 7,5 Grad und einer Abweichung von +4,7
Grad. Solche Temperaturen werden dort sonst im März erreicht, wenn
das Mittel 8,0 Grad ausweist. Am kältesten war es natürlich auf der
Zugspitze, wo das Thermometer im Schnitt -10,9 Grad anzeigte, was nur
0,3 Grad höher liegt als das langjährige Mittel. Im Flachland
(unterhalb 400 m) war es im baden-württembergischen
Wutöschingen-Ofteringen (etwa 50 km westlich vom Bodensee) mit 2,9
Grad am kältesten. Die Abweichung betrug dort +3,5 Grad.

In den nächsten Tagen werden die starken positiven Abweichungen der
Temperatur durch das aktuelle Wettergeschehen etwas gedämpft. Mit
nördlicher Strömung gelangen unter Hochdruckeinfluss kalte Luftmassen
zu uns. Die Höchstwerte liegen daher nur noch zwischen 0 und 5 Grad,
was einem normalen Januarniveau entspricht. Nachts gibt es häufig
Frost, im Süden auch strengen Frost unter -10 Grad.

Ab der Wochenmitte kündigt sich aber mit der Ankunft eines
atlantischen Tiefs schon wieder ein Vorstoß etwas wärmerer Luft aus
Westen an. Dann steigen die Temperaturen am Tage wieder in den
Bereich zwischen 4 und 10 Grad. Eine nachhaltige Absenkung der
Mitteltemperatur wird damit torpediert.

In der Mittelfrist (5. bis 10. Folgetag) gibt es immerhin Anzeichen,
dass es wieder kälter wird. Eine länger anhaltende Dauerfrostperiode
scheint sogar auch möglich, ist zurzeit jedoch überhaupt nicht
sicher. Die Modelle weisen im mittelfristigen Zeitraum von Lauf zu
Lauf größere Schwankungen auf, womit die Vorhersage gewissen
Unsicherheiten unterliegt. Es ist aber wahrscheinlich, dass der
Januar am Ende zu warm bis deutlich zu warm ausfallen wird.

Wolken und ihre Klassifikation 14.01.12

Wolken sind sichtbare Anhäufungen von Kondensations- oder
Sublimationsprodukten des atmosphärischer Wasserdampfes, also von
Wassertropfen und/oder Eiskristallen. Entsprechend unterscheidet man
neben reinen Wasserwolken auch Misch- sowie Eiswolken. Die
Wolkenpartikel sind sehr klein, typische Radien sind 2 bis 10 µm
(0.002 bis 0.01 mm), jedoch können auch bedeutend größere Teilchen
vorhanden sein.

Wolken entstehen durch Abkühlung feuchter Luft unter den Taupunkt bei
Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kondensationskernen.
Meistens erfolgt die Abkühlung durch adiabatische Expansion der Luft
bei Vertikalbewegungen wie z.B. beim Aufgleiten von Luftmassen an
Fronten, orographischer Hebung oder Konvektion. Aber auch andere
Mechanismen wie Abkühlung infolge turbulenter Durchmischung oder
durch Ausstrahlung sind bekannt. Verschiedenartige
Entstehungsprozesse bewirken eine Vielfalt von Erscheinungsformen
hinsichtlich Aussehen, Ausdehnung und Zusammensetzung der Wolken. Dem
tragen Wolkenklassifikationen Rechnung, die nach genetischen oder
morphologischen Aspekten aufgebaut sein können.

Die internationale Wolkenklassifikation teilt die 10 mit lateinischen
Namen bezeichneten Wolkengattungen in Abhängigkeit von der Höhenlage
ihres Auftretens in der Atmosphäre in vier Wolkenfamilien ein. So
trifft man hohe Wolken (Cirrus, Cirrostratus sowie Cirrocumulus) in 5
bis 13 km Höhe an, mittelhohe Wolken (Altostratus sowie Altocumulus)
befinden sich in 2 bis 7 km Höhe und tiefe Wolken (Stratus sowie
Stratocumulus) in der Schicht vom Erdboden bis in 2 km Höhe. Außerdem
können sich Wolken über mehrere "Stockwerke" erstrecken, dazu gehören
Cumulonimbus (Gewitterwolken) und Nimbostratus.

Nach Nordlage nasskalt, zum Wochenende Hochdruckeinfluss 12.01.12

Als Nordlagen bezeichnet man Großwetterlagen mit meridionaler
Zirkulationsform der Höhenströmung. Sie sind gekennzeichnet durch
einen Hochkeil über dem Ostatlantik bzw. Westeuropa und einem
Tiefdruckgebiet bzw. Trog über Skandinavien und Westrussland. Mit
nördlicher Strömung wird Meeresluft polaren Ursprungs nach
Mitteleuropa gelenkt.

Während das heute früh noch über Skandinavien gelegene Sturmtief
ELFRIEDE bis morgen Mittag das Baltikum erreicht, wölbt sich der
Höhenhochkeil über Westeuropa stärker auf. Mithin kann die Kaltfront
des Tiefs Deutschland im Verlaufe des heutigen Tages und der
kommenden Nacht überqueren und die bislang vorherrschende milde
Meeresluft verdrängen.

So wird es zunächst windig bis stürmisch mit teils schauerartigen
Niederschlägen, die in höheren Lagen als Schnee fallen. Im weiteren
Verlauf sinkt die Schneefallgrenze mit der einfließenden Polarluft
deutlich. Vor allem in den östlichen Mittelgebirgen sowie am
Alpenrand kann mit markanten Neuschneemengen gerechnet werden.

Am Wochenende gewinnt das Hoch BERTRAM Einfluss auf Mitteleuropa und
das Wetter beruhigt sich. Bei merklich tieferen Temperaturen wird es
vielerorts freundlich, nach Osten und Südosten hin muss mit etwas
Niederschlag gerechnet werden.

Die Nordatlantische Oszillation und ihr Einfluss auf den Winter 11.01.12

Wer erinnert sich noch an den Dezember 2010? Verbreitet gab es
strengen Frost bis teils unter -20 °C. Starke Schneefälle sorgten für
Verkehrsbehinderungen, Weihnachten war seit Langem in ganz
Deutschland weiß. Ganz anders gestaltete sich der vergangene
Dezember. Es war überall sehr mild. Nachtfrost war eine Seltenheit
und strenge Nachtfröste blieben gar ganz aus. Schnee war meist nur in
den Alpen und den Gipfellagen der Mittelgebirge zu finden.

Nun stellt sich die Frage, wodurch solche gegensätzlichen
Winterverläufe hervorgerufen werden. Entscheidend für einen kühlen
oder milden Witterungsabschnitt im Winter ist in den meisten Fällen
die Druckverteilung über dem Atlantik. Dort gibt es zwei dominierende
Druckgebilde, die das Wettergeschehen bestimmen: Das Islandtief und
das Azorenhoch. Als Nordatlantische Oszillation (NAO) bezeichnet man
die Schwankung der Druckverhältnisse zwischen diesen beiden
Druckgebilden. Der NAO-Index wird dabei aus der Differenz der
Druckabweichung vom mittleren Druckwert des Islandtiefs und des
Azorenhochs gebildet. Dieser NAO-Index spielt besonders für das
mitteleuropäische Winterwetter eine wichtige Rolle.

Ein positiver NAO-Index bedeutet, dass Islandtief und Azorenhoch sehr
kräftig sind, sodass sich zwischen diesen Druckgebilden eine kräftige
westliche Strömung einstellt. Mit ihr gelangt sehr milde und feuchte
Meeresluft vom relativ warmen Atlantik nach Europa. Somit gestaltet
sich das Wetter dann meist auch sehr niederschlagsreich. Zudem bilden
sich wegen des starken Luftdruckgegensatzes häufiger Stürme. Die
sturmreichen Winter in den 90iger Jahren waren geprägt von einem
positiven NAO-Index.

Bei einem negativen NAO-Index sind Islandtief und Azorenhoch stark
abgeschwächt. Die westliche Strömung wird oft unterbrochen, sodass in
Wintern mit größtenteils negativem NAO-Index weniger häufig warme
Meeresluft nach Mitteleuropa gelangt und es öfters zu
Kaltlufteinbrüchen aus Nordosten kommen kann. Die kalten und
schneereichen Winter der vergangenen Jahre waren von einem
überwiegend negativen NAO-Index geprägt.

Bei stark negativem NAO-Index hat das Azorenhoch meist den Platz des
Islandtiefs eingenommen, wodurch häufig der Weg für kontinentale
Kaltluft aus Sibirien nach Mitteleuropa geebnet wird. Dann wird es
bei uns besonders kalt. Dies kam auch im eisigen Dezember 2010 vor.

In diesem Winter blieb der NAO-Index bisher stets positiv. Doch dies
wird sich am kommenden Wochenende ändern. Die Modelle zeigen, dass
der NAO-Index ab Ende der Woche ins negative geht und zumindest
vorübergehend arktische Polarluft herangeführt wird. Ob dieser
kühlere Witterungsabschnitt nur eine kurze Episode bleibt und sich
dann das stürmische und milde Westwindwetter fortsetzt, oder ob sich
die Wetterlage dann grundlegend umstellt und der bisher noch zahnlose
Winter dann doch noch seine Zähne zeigt, ist derzeit noch unsicher.

Winter 2011/2012 für die meisten schon vorbei? 10.01.12

Die einen versinken im Schnee, die anderen bekommen ihn gar nicht zu
sehen. Der Winter 2011/2012 findet bisher eigentlich nur in den
Mittelgebirgen und in Alpen statt, im Flachland ist von ihm kaum was
zu spüren. Eine wesentliche Änderung dieser Situation ist in den
nächsten Tagen nicht zu erwarten. Ist der Winter im Flachland damit
sogar schon ganz vorbei?

Einige aktuelle Schneehöhen am heutigen Montagmorgen in den Alpen:
Innsbruck (AUT) 20 cm, Kufstein (AUT) 29 cm, Garmisch-Partenkirchen
(D) 34 cm, Reutte/Tirol (AUT) 45 cm, Oberstdorf (D) 60 cm,
Bischofshofen (AUT) 64 cm, Feldberg/Schwarzwald (D) 100 cm,
Wendelstein (D) 109 cm und Zugspitze (D) 375 cm. Gebietsweise fiel in
den Alpen in den letzten Tagen so viel Schnee, dass Pässe gesperrt
werden mussten und einzelne Orte zeitweise von der Außenwelt
abgeschnitten waren. Zum Teil besteht auch eine große Lawinengefahr.

Schneehöhen im Flachland sind in diesem Winter dagegen bisher
überhaupt kein Thema. An vielen Stationen in Deutschland wie
beispielsweise in Braunschweig, Cottbus und Berlin gab es nicht einen
Tag mit einer gemeldeten geschlossenen Schneedecke. An einigen
Stationen wie in Düsseldorf und Frankfurt reichte es immerhin an
einem Tag für eine vorübergehende Schneedecke (siehe dazu auch das
Thema des Tages am 20.12.2011, zu finden rechts im Archiv des Thema
des Tages unter [mehr]).

Die Wetteraussichten in den nächsten Tagen sind für die weiter unten
wohnenden Schnee- und Winterfans dann auch wenig verheißungsvoll. Die
Temperaturen liegen tagsüber im positiven Bereich und nur nachts gibt
es örtlich mal Frost. Niederschläge sind eher im Norden zu erwarten,
meist gibt es dort aber Regen oder Sprühregen. Von Schneeflocken in
den Vorhersagen weit und breit keine Spur.

Zum Wochenende besteht Hoffnung auf eine etwas winterliche Episode,
wenn auch voraussichtlich kein richtiger Wintereinbruch zu erwarten
ist. Das Temperaturniveau sinkt ein wenig ab und Schauer können bis
ins Flachland als Schnee fallen. Insgesamt wird es von Westen her
aber auch trockener. Ob damit eine Trendwende hin zum Winter
eingeleitet wird, ist derzeit allerdings noch ziemlich fraglich.

Frei nach der alten Bauernregel "Ist bis Dreikönig (6. Januar) kein
Winter, so folgt auch keiner mehr dahinter", hat der Winter in dieser
Saison für die meisten nämlich bereits ausgespielt. Die Statistik
dieser Singularität besagt, dass wenn es bis zum 6. Januar insgesamt
wärmer als normal ist, auch der nachfolgende Winterabschnitt bis Ende
Februar in 4 von 5 Fällen normal (10 %) bis zu warm (70 %) ausfällt.
Natürlich sind einzelne Wintereinbrüche dabei nicht ausgeschlossen,
meist jedoch nicht von langer Dauer.

Die Barometerlüge 8.01.2012

Auf der DWD-Facebookseite fragte neulich ein "Freund", ob Dauerregen
und ein Luftdruck von 1027 hPa zusammenpassen.
Gleiches galt gestern für den Alpenraum, wo es bei einem Druck nahe
1030 hPa zu Dauerschneefall kam.
Laut Barometer ist das unmöglich, denn bei solchen Druckwerten steht
dort am Rande immer "schön".
Dass Barometer nicht so ganz zuverlässig sind, wissen wir ja von den
herbstlichen Hochnebellagen, wo trotz des "schönen" Barometerwetters
ganztägig eine Hochnebelschicht den Blick auf die Sonne versperrt.
Und dass Barometer auch bei tiefem Druck, also "schlechtem"
Barometerwetter durch Sonnenschein der Lüge überführt werden, davon
war bereits im Thema des Tages vom 30.10.2011 (*) zu lesen.
Kommen wir nun zu dem Problem Dauerregen bzw. Schneefall bei
"schönem" Barometerwetter.
Unser Facebookfreund kam aus Berlin. Dort gibt es zum Glück noch
menschliche Wetterbeobachter und die stellten fest:
Dauerregen war es nicht. Das hätte in Berlin(!) wirklich nicht mit
dem hohen Luftdruck zusammengepasst.
Es war anhaltender Sprühregen, der mengenmäßig etwa ein Zehntel eines
Dauerregens bringt.
Der scheinbare Widerspruch zwischen Dauersprühregen und hohem Druck
lässt sich so erklären:
Wolken bilden sich, wenn die Luft aufsteigt und sie lösen sich bei
absinkender Luft auf. Nur bei aufsteigender Luft kann auch
Niederschlag entstehen.
Die Luft wird u.a. durch folgende Vorgänge zum Aufsteigen gebracht:
Warmluftzufuhr, Tiefs und Anströmung an Bergen.
Umgekehrt sinkt sie ab bei Kaltluftzufuhr, Hochs und Abströmung von
Bergen (Föhn).
Sind nun aufsteigende und absinkende Voraussetzungen gleichzeitig am
Werk, so ist das wie beim Tau ziehen. Wer mehr Kraft hat, der
gewinnt.
Im Berliner Fall war der Auftrieb durch die Warmluftzufuhr stärker
als die absinkende Kraft durch das Hoch.
Der Dauerschneefall an den Alpen erklärt sich durch die stärkere
Auftriebskraft durch das Anströmen der Alpen. Da haben die Wolken
auflösenden Kräfte des Hochs keine Chance.
Erneut ist also das Barometer der Lüge überführt.
Im Mittel allerdings ist die Barometerbeschriftung schon korrekt.

Wer sich genauer über die Vorgänge informieren will, schaue im Netz
unter Omegagleichung nach.

(*)Das DWD-Archiv reicht nur etwa einen Monat zurück. Wer sich den
Artikel anschauen möchte, sollte an geeigneter Stelle die Begriffe
"Barometer Hochdruck 2011" eingeben und gelangt dann zu einem
externen Archiv.

Was kommt nach Andrea? 7.01.12

Bibiana. Nur Bibiana ist ganz anders als Andrea (soll bei Damen ja
öfter mal vorkommen). Ihre Geburtsstätte liegt zwar auch vor der
kanadischen Küste auf der Höhe Neufundlands, sie hat sich aber
entschieden, nicht den direkten Weg über den Atlantik zu uns zu
nehmen, wie ihre Vorgängerin Andrea. Sturmtief Bibiana wird vielmehr
eine mehr nördliche Zugrichtung einschlagen, um über Island und dem
Nordatlantik dann im Laufe des Samstags auf die mittelnorwegische
Küste überzugreifen. Ihre zugehörigen Fronten werden bereits am
Samstagfrüh den Nordwesten Deutschlands erfassen. Niederschläge sind
wir ja unterdessen wieder gewöhnt, so dass es auf eine paar Regen-
oder Schneefälle mehr oder weniger auch nicht mehr ankommt. Bei
Bibiana taucht vielmehr die Frage auf, wie viel Wind wird sie mit
sich bringen?

An der Küste wird es sicherlich wieder zu Sturmböen, vielleicht auch
schweren Sturmböen reichen. Aber im Binnenland wird es auf keinen
Fall so schlimm wie bei Andrea. Es bleibt zwar windig auch in den
Niederungen, aber stärkere Böen werden sich wohl auf die Kammlagen
der Mittelgebirge beschränken.

Blickt man noch auf die Temperaturentwicklung der nächsten Tage, dann
zeigt sich nur wenig Änderung. In den Niederungen liegen die
Höchstwerte bei 5 Grad C. Zu warm für Schneefälle. Entsprechend
werden in diesen Regionen die Niederschläge auch in der flüssigen
Form fallen. Damit es zu Schnee reicht, muss man sich schon in Lagen
oberhalb von etwa 500 m begeben. Für Wintersportler nicht gerade eine
frohe Botschaft.

Auch ein Blick auf die kommende Woche zeigt nur wenig Änderung.
Richtiger Winter mit Frost und Schnee auch im Flachland will sich
vorerst nicht einstellen.

Was kommt nach Andrea? 6.01.12

Bibiana. Nur Bibiana ist ganz anders als Andrea (soll bei Damen ja
öfter mal vorkommen). Ihre Geburtsstätte liegt zwar auch vor der
kanadischen Küste auf der Höhe Neufundlands, sie hat sich aber
entschieden, nicht den direkten Weg über den Atlantik zu uns zu
nehmen, wie ihre Vorgängerin Andrea. Sturmtief Bibiana wird vielmehr
eine mehr nördliche Zugrichtung einschlagen, um über Island und dem
Nordatlantik dann im Laufe des Samstags auf die mittelnorwegische
Küste überzugreifen. Ihre zugehörigen Fronten werden bereits am
Samstagfrüh den Nordwesten Deutschlands erfassen. Niederschläge sind
wir ja unterdessen wieder gewöhnt, so dass es auf eine paar Regen-
oder Schneefälle mehr oder weniger auch nicht mehr ankommt. Bei
Bibiana taucht vielmehr die Frage auf, wie viel Wind wird sie mit
sich bringen?

An der Küste wird es sicherlich wieder zu Sturmböen, vielleicht auch
schweren Sturmböen reichen. Aber im Binnenland wird es auf keinen
Fall so schlimm wie bei Andrea. Es bleibt zwar windig auch in den
Niederungen, aber für stärkere Böen werden sich wohl auf die
Kammlagen der Mittelgebirge beschränken.

Blickt man noch auf die Temperaturentwicklung der nächsten Tage, dann
zeigt sich nur wenig Änderung. In den Niederungen liegen die
Höchstwerte bei 5 Grad C. Zu warm für Schneefälle. Entsprechend
werden in diesen Regionen die Niederschläge auch in der flüssigen
Form fallen. Damit es zu Schnee reicht, muss man sich schon in Lagen
oberhalb von etwa 500 m begeben. Für Wintersportler nicht gerade eine
frohe Botschaft.

Auch ein Blick auf die kommende Woche zeigt nur wenig Änderung.
Richtiger Winter mit Frost und Schnee auch im Flachland will sich
vorerst nicht einstellen.

Die stürmische Andrea 5.1.12

Orkantief Andrea, das Donnerstag früh mit seinem Kern über dem
nördlichen Dänemark lag, zieht rasch nach Osten ab. In seinem Bereich
kam es bereits zu kräftigen Böen, vor allem im Nordwesten
Deutschlands. Werte zwischen 70 und 90 km/h wurden verbreitet
gemeldet, in Bad Lippspringe sogar 101 km/h.
Auf den Bergen waren die Böen noch deutlich stärker. So registrierten
die Wasserkuppe Böen von 112 km/h, der Brocken 137 km/h, der Feldberg
im Schwarzwald 140 km/h und die Zugspitze sogar 176 km/h.

Im Laufe des Tages muss man davon ausgehen, dass diese starken Böen
zum Teil noch übertroffen werden, da das stärkste Windfeld mit
Durchgang der Kaltfront erwartet wird. In den Niederungen werden dann
verbreitet Böen um 100 km/h erwartet, auf den Bergen weiterhin Werte
von zum Teil mehr als 130 km/h.

Mit Durchgang der Kaltfront wird es ferner zu einem deutlichen
Temperaturrückgang kommen, der zur Folge hat, dass die
Schneefallgrenze wieder bis auf Lagen zwischen 400 und 500 m sinken
wird. Bei den erwarteten Schneefällen in den Mittelgebirgslagen kann
es dort auch zu Schneeverwehungen verbunden mit starken
Verkehrsbehinderungen kommen.

Bis zum Donnerstagabend ist aber Andrea schon weiter nach Osten
abgezogen und die Wetterlage wird sich allmählich wieder beruhigen.

Winterstürme - Nachlese und Ausblick 4.01.12

Als Kehrseite des bisher milden Winters verschärften sich zwischen
hohem Luftdruck im Bereich der Azoren und der subpolaren
Tiefdruckrinne die Luftdruckgegensätze, so dass sich über dem
Nordatlantik Sturmzyklonen bildeten. Das erste derartige Tief namens
ULLI zieht seit gestern mit seinem Kern von Schottland in Richtung
Baltikum, wobei sein Hauptsturmfeld aus Südwest bis West gestern
sowie in der vergangenen Nacht in weiten Teilen Deutschlands wirksam
wurde.

Die höchsten Windgeschwindigkeiten im Bereich des Messnetzes des
Deutschen Wetterdienstes wurden gestern um 16:00 und um 19:00 Uhr auf
dem Brocken (1142 m NN) mit 169 km/h gemessen. Insgesamt herrschten
auf dem Harzgipfel von 13:00 bis 21:00 Uhr fast durchweg
Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h. Auf den Plätzen folgen der
Feldberg im Schwarzwald (1489 m NN) mit 133 km/h um 19:00 Uhr sowie
der Weinbiet im Pfälzerwald (553 m NN) mit 130 km/h um 20:00 Uhr.
Aber auch im Tiefland blies der Wind kräftig ins Horn. Bereits um
14:00 Uhr signalisierten 112 km/h an der Station Aachen-Orsbach (230
m NN) den von Westen heran ziehenden Sturm. Außerdem gab es im
Küstenbereich vielerorts Böen über 100 km/h.

Südlich von Island wurde bereits das erste im neuen Jahr (und daher
mit weiblichem Vornamen alphabetisch) getaufte Tiefdruckgebiet
analysiert. Es trägt den Namen ANDREA und wird am Donnerstag über uns
kommen. Sein Hauptsturmfeld liegt weiter südlich, so dass die
stärksten Böen auf den Gipfeln der Alpen sowie des Schwarzwaldes
auftreten dürften. Rückseitig ist vor allem im Nordstau des
Berglandes mit ergiebigen Niederschlägen zu rechnen, die oberhalb
etwa 500 m als Schnee fallen.

Stürmische Zeiten 3.01.12

Eine lebhafte Wetterlage hat sich in der ersten Woche des neuen
Jahres eingestellt. So zieht am heutigen Dienstag und in der Nacht
zum Mittwoch ein Sturmtief vom Atlantik her über Schottland, die
Nordsee und Südskandinavien hinweg zur Ostsee. Dabei trifft das
Hauptsturmfeld weite Teile Deutschlands, nur der Südosten des Landes
bleibt etwas abseits der größten Windgeschwindigkeiten.
Somit gibt es im Tagsverlauf und in der Nacht zum Mittwoch verbreitet
stürmische Böen (Windstärke 8) und Sturmböen (Windstärke 9), in
freien Lagen treten schwere Sturmböen auf (Windstärke 10, um 100
km/h). In Kamm- und Gipfellagen des Berglandes sowie an den Küsten
muss mit orkanartigen Böen oder sogar einzelnen Orkanböen (Windstärke
11 bis 12) gerechnet werden. In der Nacht zum Mittwoch sind dann auch
im Binnenland Schleswig-Holsteins örtlich orkanartige Böen,
vereinzelt Orkanböen möglich.

Der Mittwoch bringt nur geringfügig weniger Wind. Weiterhin gibt es
verbreitet starke bis stürmische Böen, in freien Lagen Sturmböen, an
der See und im Bergland schwere Sturmböen, auf den Gipfeln auch
orkanartige Böen. Und am Donnerstag gibt es dann bereits den nächsten
schweren Sturm, wobei dann auch der Südosten Deutschlands im
Starkwindfeld liegt. Allgemein sieht der Sturm am Donnerstag nach
aktuellen Berechnungen noch etwas giftiger aus als der aktuelle. Die
Gefahr orkanartiger Böen bis in die Niederungen ist dann durchaus
auch im Binnenland gegeben.

Deutschlandwetter im Jahr 2011: Die wärmsten, trockensten und sonnigsten Orte in Deutschland 2.01.12

Erste Auswertungen der Ergebnisse von 2 000 Messstationen des
Deutschen Wetterdienstes (DWD) in ganz Deutschland
Besonders warme Orte im Jahr 2011*
1. Platz Heidelberg (Baden-Württemberg) 12,2°C Abweich. +1,6 Grad
2. Platz Köln-Stammheim (Nordrhein-Westfalen) 12,1°C Abweich. +1,3 Grad
3. Platz Stuttgart-Neckartal (Baden-Württemberg) 12,0°C Abweich. +1,4 Grad
Besonders kalte Orte im Jahr 2011*
1. Platz Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen) 6,0°C Abweich. +1,6 Grad
2. Platz Carlsfeld (Sachsen) 6,2°C Abweich. +1,8 Grad
3. Platz Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen) 6,5°C Abweich. +0,5 Grad
Besonders niederschlagsreiche Orte im Jahr 2011**
1. Platz Oy-Mittelberg-Petersthal (Bayern) 1596,5 l/m² 97 Prozent
2. Platz Reit im Winkl (Bayern) 1469,8 l/m² 86 Prozent
3. Platz Oberstdorf (Bayern) 1465,4 l/m² 80 Prozent
Besonders trockene Orte im Jahr 2011**
1. Platz Dachwig (Thüringen) 381,2 l/m² 77 Prozent
2. Platz Erfurt-Bindersleben (Thüringen) 399,2 l/m² 80 Prozent
3. Platz Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) 399,8 l/m² 77 Prozent
Besonders sonnenscheinreiche Orte im Jahr 2011**
1. Platz Leutkirch-Herlazhofen (Baden-Württemberg) 2176 Stunden 124 Prozent
2. Platz Görlitz (Sachsen) 2163 Stunden 131 Prozent
3. Platz Lenzkirch-Ruhbühl (Baden-Württemberg) 2161 Stunden 134 Prozent
Besonders sonnenscheinarme Orte im Jahr 2011**
1. Platz Bremervörde (Niedersachsen) 1522 Stunden 102 Prozent
2. Platz Emden (Niedersachsen) 1538 Stunden 99 Prozent
3. Platz Rahden-Varl (Nordrhein-Westfalen) 1541 Stunden 112 Prozent

Bergstationen oberhalb 920 m NN sind hierbei nicht berücksichtigt.

* Jahresmittel und Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahreswertes zum vieljäh-
rigen Mittelwert der jeweiligen Station (normal = 100 Prozent)

Hinweis an die Redaktion:
Den Jahresüberblick für ganz Deutschland sowie die Temperaturdaten
der Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse.
Detaillierte Informationen zu rund 400 ausgewählten Wetterstationen
des Deutschen Wetterdienstes finden Sie im Wettershop des DWD unter
http://www.dwd-shop.de/wetterrueckblick.html.

Was uns im Januar so blühen kann 01.01.12

Zum Beispiel die Haselnuss, die, wenn es so warm bleibt wie heute,
bereits im Januar blüht. Dann haben die armen Allergiker vier Wochen
früher ihre Probleme mit dem Blütenstaub.

Und was kann uns meteorologisch blühen?
Zum Beispiel eine Höchsttemperatur von -21,0 Grad, wie sie am
08.01.1985 in Kriestorf bei Vilshofen an der Donau aufgetreten ist.
Aber auch im meerumtosten Schleswig Holstein kann es tagsüber ganz
schön kalt bleiben. Dort gab es in Lübeck am 18.01.1893 mit -16,1 den
Tag mit der kältesten Höchsttemperatur.
Nur am Niederrhein und auf einigen Inseln in der Nordsee lagen die
Höchstwerte noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen unter -10 Grad.
Auf der anderen Seite standen einige Stationen Süddeutschlands kurz
vor dem Überklettern der +20 Gradmarke. In Piding bei Bad Reichenhall
war es am 18.01.2007 immerhin 19,5 Grad warm. Interessant auch, dass
von den etwa 500 Stationen 95% den wärmsten Januartag im Zeitraum von
1990 bis 2008 hatten.

Bei den Tiefstwerten haben bis auf Glücksburg an der Ostsee alle
Stationen schon mal zweistellige Werte gemessen. Selbst auf
Helgoland, in der "warmen" Nordsee gelegen, sank die Quecksilbersäule
am 11.01.1987 auf -10,7 °C. Wer Tiefstwerte unter -30 Grad sucht,
sollte sich nach Bayern begeben.
Dort war es im schon oben erwähnten Kriestorf im Vilstal mit -33,5°C
am 17.01.1963, einem der kältesten Winter der letzten 50 Jahre, kaum
wärmer als beim absoluten Januar-Kälterekord von -34,6° C auf der
Zugspitze. Tiefstwerte über +10 Grad sind im Januar auch möglich und
sind an etwa 40% der Stationen schon aufgetreten.

Trockene Januare hat es auch schon gegeben. Im Januar 1996 fiel in
Gardelegen (Sa-Anh.) und an einigen Stationen in
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kein Regen. Andererseits hat
es mit 405 mm in Weißkirchen an der Saar auch in den Niederungen
schon tüchtig geregnet. Das entspricht immerhin gut einem Drittel des
mittleren Jahresniederschlages.

Auch wenn die Sonne im Januar aus astronomischen Gründen nicht
übermäßig lange scheinen kann: 2,1 Stunden wie in Schotten im
Vogelsberg im Jahr 1983 sind doch etwas wenig. So viel Sonnenschein
könnte man schließlich innerhalb eines Tages erreichen. Wirklich
sonnig kann es im Januar in den Niederungen normalerweise nur bei
längerem Föhneinfluss werden. Genau das war 1989 der Fall, als im
Voralpengebiet die Sonne zwischen 145 und 175 Stunden schien, was bei
einer maximal möglichen (meteorologischen) Sonnenscheindauer um die 8
Stunden immerhin etwa 20 Tagen mit ganztägigem Sonnenschein
entspricht. Den eigentlichen Rekord hält natürlich die Zugspitze mit
221 Stunden im Jahr 1965.

Temperaturrekorde für den Neujahrstag schreib ich vorsichtshalber
nicht ins Thema des Tages.
Die könnten sich morgen schon als kalter Kaffee erweisen.



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